Tapetenwechsel.
Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Es ist Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Es ist Zeit, sich neuen Aufgaben zu widmen und neue Ideen auszuleben. (Und: Für alle, die es noch nicht bemerkt haben – Es ist Zeit für ein bisschen Pathos.)
Kurz: Dies ist der letzte Blogeintrag auf diesem Blog. Ich werde mich vom Pseudonym @teerenundfedern trennen und ganz auf meinen eigenen Namen setzen. Aber nicht nur der Name wird anders, auch viele neue Ideen, die sich in letzter Zeit aufgestaut haben, fließen in den neuen Blog mit ein. Es geht also weiter – mit dem selben Autor, aber mit neuen Ideen und neuer Ausrichtung auf
http://pascottini.wordpress.com
Manchmal ist es eben Zeit für einen Tapetenwechsel. Eine neue Tapete, eine neue Farbe. In meinem Fall: ÜBERBUNT. Diesen Titel trägt der neue Blog. Ich freue mich, euch auch nach diesem Umzug noch zu meinen Lesern zählen zu dürfen! See you @ ÜBERBUNT!
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Film-Review: „Sammys Abenteuer“
Regie: Ben Stassen
Belgien, 2010
Das Leben einer Schildkröte ist nicht besonders spannend. Im Zeitraffer: Schlüpfen, schwimmen, schwimmen, schwimmen, sterben. Aber gib einer Schildkröte ein paar Animationsprofis, ein spannendes Drehbuch (Domonic Paris), eine solide Regie (Ben Stassen) und ganz viel 3D-Animation – und so schnell kannst du garnicht schauen, fertig ist der Kinderfilm-Kinohit.
„Sammys Abenteuer“ heißt der Film, der sich um das Leben eines 3D-Adventure-Filmschildkröterichs dreht. Wie er heißt? Naja, logisch: Sammy. Das erste actionreiche Highlight im noch jungen Schildkrötenleben: Die Möwen haben es gleich nach dem Schlüpfen auf Sammy und seine Freundin Shelly abgesehen, doch der freche Sammy weiß sich zu wehren und befreit sich und seine Freundin aus den Fängen der Meeresvögel. Dankesworte von Shelly gibt’s nicht, denn die Beiden werden von zwei verschieden Meeresströmungen auseinandergetrieben. Was nun beginnt, ist eine abenteuerliche Geschichte in den 7 Weltmeeren und die Suche nach nach der Liebe, der Freundschaft – kurz: die Suche nach Shelly. Gemeinsam mit Schildkröten-Kumpel Ray werden die unterschiedlichsten Gefahren überwunden und die Meere durchschwommen.
Wenn der Regisseur dann die Öko-Keule schwingt, wird’s für die Meeresbewohner ganz kritisch: Ob Verschmutzung des tierischen Lebensraumes mit Abfällen aller Art, Ölpest, Waljagd oder Fischfang – der Mensch macht dem Tier das Leben schwer und der Filmregisseur prangert an. Für den erwachsenen Zuseher etwas penetrant, für Kinderaugen gerade richtig, um im Bewusstsein verankert zu bleiben.
Trotz aller Gefahren müssen Kinder und deren Bademeister aber keine Angst haben, dass die Schildkröten zur Suppe verarbeitet werden – viel zu lieblich, detailreich und bunt wird die Unterwasserwelt dargestellt und deren Bewohner zu potentiellen Plüschtier-Kandidaten für den nächsten Kindergeburtstag gemacht.
Liebenswürdig sind auch die Stimmen der Hauptakteure, die im Deutschen von Matthias Schweighöfer (Schauspieler („Keinohrhasen“, „Friendship“) und Nichtschwimmer), Axel Stein („Knallharte Jungs“, „Mord ist mein Geschäft, Liebling“) und Lena Meyer-Landrut (Siegerin Eurovision Songcontest 2010) eingesprochen wurden.
Am Ende findet Sammy seine Shally, jedes Schwimmflügerl seinen Nichtschwimmer und der Kinobetreiber viele zufriedene Besucher. Flosse hoch für „Sammys Abenteuer“!
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Tags:3D, Axel Stein, Film, Filmkritik, Kino, Lena Meyer-Landut, Matthias Schweighöfer, Review, Sammy, Sammys Abenteuer, Schildkröte, Shelly
Film-Review: „Goethe!“
„Goethe!“ – Ein Ausruf wie aus dem Deutsch-Lehrbuch. Diesmal kommt der Literat aber deutlich leichtfüßiger daher als in grauen Schulerinnerungen – nicht mehr Dichter, eher so Popstar. Quasi der Robbie Williams des 18. Jahrhunderts. Ein junger Mann, der auf seiner Kutsche sitzend Bücher signiert und von den Menschen gefeiert wird. Ein junger Mann, dem trotzdem ein kleines Stück zum wahren Glück fehlt. Ein junger Mann, der von Regisseur Philipp Stölzl gelungen in 100 abwechslungsreichen Minuten portraitiert wird.
Das 18. Jahrhundert hat viel zu bieten: Prunkvolle Gewänder, große Feste und unzählige weiße Perücken. Und mittendrin: Ein großer Literat. Johann Goethe, der sein Jurastudium vernachlässigt und von seinem Vater ob seiner Gedichte („sinnloses Geschreibsel“) getadelt und in das verschlafene Wetzlar geschickt wird, um dort am Reichskammergericht zu arbeiten. Manieren und Tugenden sollen dem „bunten Vogel“ dort anerzogen werden.
In dem kleinen Städtchen wartet aber nicht nur jede Menge Arbeit auf Johann, sondern auch die Liebe. Sie kommt in Gestalt von Charlotte Buff daher. Die junge Schönheit sprüht vor Lebensfreude und bringt Farbe in Geothes grauen Alltag. Beide sind verliebt; das Glück scheint perfekt – doch die Beiden ahnen nicht, dass Charlotte schon längst Goethes Vorgesetztem Kestner versprochen ist. Ein Unglück, das zu Goethes großem Durchbruch führen wird.
Das Drehbuch nimmt sich wahre Gegebenheiten als Basis, erweitert die Fakten jedoch durch die Reflexion von Goethes eigenem Leben in „Die Leiden des jungen Werther“. So wird die Wahrheit natürlich etwas überzeichnet und die Emotionen in Bilder gepackt. Den Deutschprofessor wird es nicht sehr freuen, den Filmbesucher dafür umso mehr. So wird auch die Aussage Charlotte Buffs im Film programmatisch: „Es ist mehr als Wahrheit. Es ist Dichtung.“
Es gibt Menschen, von denen würde man sich gerne Gedichte vorlesen lassen. Miriam Stein als Charlotte Buff und Alexander Fehling als Johann Goethe sind zwei Personen ebendieser Sorte. Beide machen den Film zu ihrem eigenen kleinen Märchen – manchmal lieblich leicht und manchmal tragend schwer. So jung, sexy und aufregend waren Goethe und Charlotte noch nie. Ebenfalls gewohnt solide: Moritz Bleibtreu als Albert Kestner.
Fazit: Ein Film der auf eine tolle Besetzung und eine gelungene Mischung aus „Sturm und Drang“ und „Sturm und Trank“ setzt. Sehenswert!
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Tags:Alexander Fehling, Charlotte Buff, Dichtung, Film, Filmkritik, Goethe, Kino, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Philipp Stölzl, Review
„Du bist kein Arschloch. Aber du bemühst dich sehr, eines zu sein.“ Mark Zuckerberg wird ob diesem und ähnlichen Zitaten wohl keine freudigen Luftsprünge gemacht haben. Dargestellt als sozialer Außenseiter, der isoliert vom gesellschaftlichen Leben vor sich hin programmiert, ist er in „The Social Network“ zwar Hauptcharakter, aber keineswegs ein Held. „The Social Network“ zeigt die Entwicklung von Zuckerberg’s sozialen Netzwerks „Facebook“, verzichtet dabei auf Huldigungen des Erfinders und bastelt um ein paar Bits und Bytes eine spannende Story.
Jede Idee fängt klein an. In diesem Fall am Campus von Harvard, wo der stets Badeschlapfen tragende, asoziale Computer-Nerd Mark Zuckerberg (überzeugend: Jesse Eisenberg) zu seinem Siegeszug rund um den Globus ansetzt. Cameron und Tyler Winklevoss (beide gespielt von Armie Hammer) bitten den jungen Programmierer nach mehreren kleinen Projekten um die Erstellung einer neuartigen Datingplattform. Dieses Projekt finalisiert Zuckerberg aber nie, da er daraus die Inspiration für Facebook nimmt. Dass bei der Veröffentlichung von Facebook somit schon die ersten Feinde im Türrahmen stehen, stört den jungen Programmierer kaum. Sein Geschäftspartner und einziger Freund Eduardo Severin (Andrew Garfield) begleitet mit Zuckerberg den Aufstieg ihrer Idee und tritt als Geschäftsführer des Unternehmens auf. Als dann Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timberlake) in Zuckerbergs Leben tritt, wirft dieser auch seinen besten Freund Eduardo aus dem Unternehmen. Schnell entwickelt sich Facebook zum weltweiten Erfolg. Getrübt wird dies durch die Klagen der Gebrüder Winklevoss und von Eduardo Severin, die sich ihre Anteile an Facebook sichern wollen und auf Schadensersatz pochen. Was bleibt, ist ein soziales Netzwerk am weltweiten Siegeszug, ein nerdiger Mark Zuckerberg, der für diese Idee seine Freunde aufgibt und das Gefühl, dass sich Menschlichkeit und wirtschaftlicher Erfolg nicht miteinander kombinieren lassen.
„The Social Network“ ist vieles, aber bestimmt kein „Heldenepos 2.0“. Mark Zuckerberg wird nicht gehuldigt und seine Fähigkeiten werden nicht gepriesen. Das tut dem Film gut, das tut dem Zuseher gut, das erfrischt. Alles in allem: Gelungener Film. Mathias Pascottini gefällt das.
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Tags:Andrew Grafield, Armie Hammer, Eduardo Severin, Facebook, Filmkritik, Jesse Eisenberg, Justin Timerlake, Kino, Mark Zuckerberg, Review, Social Network
Regie: Andreas Prochaska
Österreich, 2010
Als Österreicher hat man nicht viel zu lachen. Politik, Wetter, Fußball, Fernsehprogramm – allesamt nicht unbedingt dazu in der Lage, die Mundwinkel gen Himmel zu bewegen. Worüber der Österreicher dann aber doch gerne lacht, ist über seinesgleichen. Passendes Material dazu liefert „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“. Aus der Feder von Michael Ostrowski und unter der Regie von Andreas Prohaska entstand ein äußerst unterhaltsames und typisch österreichisches Filmprojekt.
Horst Wippel (unerwartet gut: Andreas Kiendl, „Soko Kitzbühel“) lebt mit seinem Freund Toni Cantussi (erwartet gut: Michael Ostrowski, „Nacktschnecken“, „Contact High“) in Graz. Um sich das Leben ein wenig zu erleichtern, kassiert er seit zwei Jahren die Pension seiner mittlerweile verstorbenen Oma. Als sich zu ihrem 80. Geburtstag der Bezirksvorsteher mit einem Fotograf zur Beglückwünschung ankündigt, muss eine neue Oma her. Toni hat sofort eine Idee und holt sich aus dem nahegelegenen Krankenhaus eine rothaarige Ersatz-Oma. Mit Perücke und Betäubungsmittel wird die Zweitoma passend gemacht. Als Fotograf, Bezirksvorsteher und Betäubungsmittel wieder weg sind, beginnt die ganze Action aber erst. Die Pensionistin erweist sich als äußerst eigenwillig und willensstark. Mit einem warmen Tee und einer kleinen Dosis Ketamin kann die Dame aber ruhiggestellt werden.
Am nächsten Morgen nehmen die Probleme der beiden Oma-Entführer eine neue Dimension an. Die Zeitungen melden die Entführung der Frau Elfriede Ott (gespielt von – no na – Elfriede Ott, die mit 85 Jahren ihr Leinwanddebut feiert.) aus einem Grazer Krankenhaus. Dass ihre Oma ebendiese berühmte Schauspielerin ist, macht das weitere Vorgehen nicht leichter. So hat man nämlich ganz Österreich am Hals – und das alles nur wegen ein bisschen zu viel Pensionszahlungen und ein bisschen zu wenig Kulturinteresse.
Als dann noch ein Autoschnalzer, der Neffe der Elfriede Ott, die Noch-Freundin von Horst und Bald-Freundin von Toni und die Kriminalpolizei in die Handlung eingreifen, wird Graz zum Schauplatz einer skurril-komischen Entführung mit einem bühnenreifen Happy-End.
Als Österreicher hat man nicht viel zu lachen. Dieser Film lässt die Mundwinkel trotzdem oder gerade deswegen gen Himmel wandern. Kurz und knapp: Äußerst gelungen!
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Regie: Ben Affleck
USA, 2010
Ein Bad-Boy mit Herz – das haben wir schon das eine oder andere Mal gesehen. Diesmal aber ist es doch ein wenig spannender und überraschender: „The Town“ von und mit Ben Affleck liefert einen gelungenen Actionstreifen mit einer kleinen, aber feinen Portion Romantik.
In 123 Minuten begleitet man eine vierköpfige Gangster-Combo bei ihren Raubüberfällen in Charlestown. Der Kopf der Bande ist Doug MacRay (Ben Affleck), der unter anderem auch den Plan zum Überfall auf eine große Bank plante. Dass ihm bei diesem Plan die Nerven seines Partners James (Jeremy Renner) in die Quere kommen, macht den Job der Vier nicht einfacher – denn James nimmt die (gutaussehende) Bankdirektorin Claire (Rebecca Hall: „Vicky Christina Barcelona“, „Das Bildnis des Dorian Grey“) als Geisel. Nachdem die Entführer sie noch am selben Tag laufen lassen, wird sie von Doug MacRay beobachtet um sie im Notfall noch vor ihrer Aussage beim FBI einschüchtern zu können. Dass die Hormone mit dem Bankräuber durchgehen, ist eigentlich nicht Inhalt seines Auftrages, doch Doug lässt sich auf Claire ein und ehe er sich versieht, landet er auf ihrer Matratze. Dass er sich hiermit nicht nur Vergnügen und einen Funken Liebe eingehandelt hat, fällt schnell auf, denn natürlich sind seine Kollegen keineswegs erfreut über die neue Bekanntschaft ihres Anführers. Die Gelüste ihres Kumpels, die Stadt verlassen und seinem alten Leben den Rücken kehren zu wollen, lässt dis Stimmung in den Keller rasseln. Die Planung und Durchführung des nächsten Coup’s läuft nicht glatt und auch das FBI ist plötzlich an den Fersen der Crew. Das garantiert ein spannendes Finale eines gelungenen Films.
Ein spannender Plot, ein gelungener Soundtrack und eine gehörige Portion Action sind die Zutaten für einen gelungenen Film, der kaum Wünsche offen lässt. Dass der Held am Ende von„The Town“ nicht mit seiner Prinzessin in den Sonnenuntergang reitet und der Film somit auch hier nicht ins klischeehafte abrutscht, erfreut und lässt den Filmrezensenten meinen: Sehenswert.
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Tags:Ben Affleck, Film, Filmkritik, Kino, Rebecca Hall, The Town
Film-Review: „The American“
Thriller, USA 2010
Ein Gebot des Filmkritikers: Nimm das Ende eines Films niemals komplett vorweg. „The American“ (Regie: Anton Corbijn) stellt dies auf eine harte Probe, denn: Thriller-Handlung gibt’s nur in den letzten 15 Minuten, und sogar diese ist noch eher schwach. Davor gibt’s ein paar Waffen, einen gehetzten Auftragskiller im Spätherbst seiner Karriere und Italien in Postkartenoptik.
Erste Szene: Auftragskiller Edward (oder auch Jack, je nach Gesprächspartner. Wir nennen ihn der Einfachheit halber: George Clooney) spaziert in Schweden in weiblicher Begleitung über einen zugefrorenen See. Als auf die beiden geschossen wird, kontert Clooney in Bond-Manier und tötet den Angreifer. Die verstörte weibliche Bekannte darf beim Anblick des Toten ihren Leinwand-Einsatz auch für beendet erklären und wird ebenfalls erschossen. Dann: Der Vorspann. Danach wartet nicht mehr viel auf die Besucher dieses Films. Langwierig wird im italienischen Castelveccio ein Spannungsbogen aufgebaut, der danach sang- und klanglos in sich zerfällt. Eine Waffe soll er bauen, so lautet Clooneys Auftrag. Dass diese dann später auf ihn gerichtet werden soll, vermutet man früh. Die detailreiche Schilderung dieses Arbeitsprozesses und seines Aufenthalts in Castelveccio lässt den Zuseher schnell am Blickwinkel Clooneys teilhaben. Paranoide Gedanken werden geteilt, denn eigentlich ist jeder Einwohner dieser kleinen Stadt nicht ganz koscher. Hinter jeder Ecke der verwinkelten Gassen kann schon das Ende warten. Doch trotz all diesen Unsicherheiten verschenkt Clooney (mit Schmetterlingstatoo am oft zur Schau gestellten Rücken) sein Herz an eine Hure (bildhübsch: Violante Placido). Genauso banal und klischeebehaftet wie die Formulierung des letzten Satzes präsentieren sich die weiteren Minuten dieses Films. Denn die Lehre, dass Liebe zum Beruf des Profikillers nicht kompatibel ist, haben wir schon viel zu oft gezogen. Das Finish holt noch mal alle Thriller-Klischees aus der Westentasche und presst den Film schlussendlich doch in die Action-Schublade, in welcher dieser Streifen bei bestem Willen nicht hingehört.
Was bleibt ist eine wirklich gelungene Kameraführung, eine passende Filmmusik (komponiert von Herbert Grönemeyer), jede Menge nackter Oberkörper vom erfrischend untypischen George Clooney und die Frage, die einen beim Abspann beschäftigt: Das wars jetzt schon?
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Tags:Anton Corbijn, Film, Filmkritik, George Clooney, Kino, Review, The American, Violante Placido
Mein Gipfelsieg!
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,
Geschätze Kolleginnen und Kollegen,
Voller Stolz darf ich verkünden, dass ich meinen lange gehegten Traum endlich in die Tat umsetzen konnte. Ich habe es geschafft, habe den widrigen Umweltbedingungen getrotzt und habe mich durchgekämpft zum Gipfel des gefährlichsten Berges der Welt: dem K2. Das Beweisfoto hierfür ist hier erstmals für die Öffentlichkeit sichtbar.
Erfahrene Alpinisten werden meinen, dass am Gipfel des K2, entgegen der Optik des Beweisfotos, keine Bäume mehr wachsen. Dieser Glaube ist aber falsch. Falls Sie auf diesem Foto Bäume sehen, liegt das am niedrigen Sauerstoffgehalt der Luft, der in dieser Höhe eben herrscht und Sie zum halluzinieren bringt.
Nun möchte ich in allererster Linie mir führ (Entschuldigen Sie den Rechtschreibfehler, ich schreibe dies in einer Art Trancezustand) meiner Unterstützung danken und mir noch alles Gute auf meinem weiteren Lebensweg wünschen!
Ihr sportliches Idol,
teerenundfedern
Hintergrundbild im Original geposted auf Flickr von Yoshi Keller („holidaybavaria„) unter der creative commons-Lizenz
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Tags:Bergsteigen, Foto, Gipfelfoto, Gipfelsieg, K2
Film-Review: „Männertrip“
Regisseur/in: Nicholas Stoller
USA, 2010
Sex, Drugs and Rock’n’Roll. So einfach und wohlbekannt ist das Motto von „Männertrip“. Der Film aus der Feder von Nicholas Stoller und Jason Segel ist eine Komödie rund um die Musikindustrie und dem Leben eines Rockstars. Schade, dass der Film weit weniger „rockt“ als seine Hauptfigur.
Aldous Snow ist ein abgehalfterter Rockstar. Sein letztes Album („African Child“), mit welchem er einen Imagewechsel vom rüpelhaften Rockstar hin zur Rock’n’Roll-Mutter Theresa plante, wurde zum Flop („Das Schlimmste für Afrika seit der Apartheid“). Nicht nur seine Fans, sondern auch seine Frau Jackie Q wandte sich von ihm ab. Berauschend waren damals aber nicht nur seine Konzerte, sondern auch die Suchtmittel, die er zu sich nahm. Krisenstimmung herrscht aber nicht nur bei Aldous Snow, denn auch die Musikindustrie an sich hat mit Umsatzeinbußen zu kämpfen und so sucht eine Plattenfirma nach neuen Ideen. Aaron Green, seines Zeichens Musikagent und Aldous Snow-Fan, schlägt vor, ein Jubiläumskonzert von ebendiesem Künstler zu veranstalten. Als der Plattenboss einwilligt und Aaron damit beauftragt, den Rockstar zuerst nach London zu einer TV-Show und dann nach Los Angeles zur Konzertlocation zu bringen, beginnt das Abenteuer. Schnell wird klar, dass diese einfache Anweisung nicht ganz so einfach auszuführen ist, denn ein echter Rockstar tut nun mal einfach das, was ihm gerade gefällt und Spaß macht. So wird Aaron gleich nach seiner Ankunft in mehrere Clubs geschleppt und wacht am nächsten Morgen verkatert in einer ihm unbekannten Wohnung auf – ganz Rockstar-like eben. Sogar Aldous’s Drogen konsumiert der Musikagent, um seinen Schützling nüchtern zur TV-Show zu bringen. Dass noch weitere Komplikationen am Weg zum Konzert folgen, ist so erwartbar wie die Stromgitarre im Rocksong.
Diese Geschichte macht sich Russell Brand als unkontrollierbarer, abgedrehter Aldous Snow zu eigen und bannt die Blicke, sobald er auf der Leinwand zu sehen ist, auf sich. Neben dieser gelungenen Leistung wirkt Jonah Hill als Aaron Green farblos. Einen gelungenen Auftritt legt Sean „P. Diddy“ Combs als Plattenboss hin. Aufgepeppt wird der Film durch Gastauftritte von Pink, Christina Aguilera und und Metallica-Drummer Lars Ulrich.
„Männertrip“ zeigt sich als ein Film im „Hangover“-Stil mit vielen Pointen, die aber allesamt nur durch eine sehr dürftige Handlung zusammengehalten werden. Der Humor präsentiert sich leider beinahe ausschließlich in obszönem und ordinärem Gewand, was zwar doch zu einigen Lachern führt, oft aber ein wenig einseitig wirkt. Alles in Allem bleibt „Männertrip“ ein Film, der Dank einem originell-aufregenden Hauptcharakter ein unterhaltsames Leinwandabenteuer bildet.
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Tags:Christina Aguilera, Film, Jonah Hill, Kritik, Männertrip, P. Diddy, Pink, Rezension, Rock'n'Roll, Russell Brand




