Film-Review: “Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott”
Regie: Andreas Prochaska
Österreich, 2010
Als Österreicher hat man nicht viel zu lachen. Politik, Wetter, Fußball, Fernsehprogramm – allesamt nicht unbedingt dazu in der Lage, die Mundwinkel gen Himmel zu bewegen. Worüber der Österreicher dann aber doch gerne lacht, ist über seinesgleichen. Passendes Material dazu liefert „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“. Aus der Feder von Michael Ostrowski und unter der Regie von Andreas Prohaska entstand ein äußerst unterhaltsames und typisch österreichisches Filmprojekt.
Horst Wippel (unerwartet gut: Andreas Kiendl, „Soko Kitzbühel“) lebt mit seinem Freund Toni Cantussi (erwartet gut: Michael Ostrowski, „Nacktschnecken“, „Contact High“) in Graz. Um sich das Leben ein wenig zu erleichtern, kassiert er seit zwei Jahren die Pension seiner mittlerweile verstorbenen Oma. Als sich zu ihrem 80. Geburtstag der Bezirksvorsteher mit einem Fotograf zur Beglückwünschung ankündigt, muss eine neue Oma her. Toni hat sofort eine Idee und holt sich aus dem nahegelegenen Krankenhaus eine rothaarige Ersatz-Oma. Mit Perücke und Betäubungsmittel wird die Zweitoma passend gemacht. Als Fotograf, Bezirksvorsteher und Betäubungsmittel wieder weg sind, beginnt die ganze Action aber erst. Die Pensionistin erweist sich als äußerst eigenwillig und willensstark. Mit einem warmen Tee und einer kleinen Dosis Ketamin kann die Dame aber ruhiggestellt werden.
Am nächsten Morgen nehmen die Probleme der beiden Oma-Entführer eine neue Dimension an. Die Zeitungen melden die Entführung der Frau Elfriede Ott (gespielt von – no na – Elfriede Ott, die mit 85 Jahren ihr Leinwanddebut feiert.) aus einem Grazer Krankenhaus. Dass ihre Oma ebendiese berühmte Schauspielerin ist, macht das weitere Vorgehen nicht leichter. So hat man nämlich ganz Österreich am Hals – und das alles nur wegen ein bisschen zu viel Pensionszahlungen und ein bisschen zu wenig Kulturinteresse.
Als dann noch ein Autoschnalzer, der Neffe der Elfriede Ott, die Noch-Freundin von Horst und Bald-Freundin von Toni und die Kriminalpolizei in die Handlung eingreifen, wird Graz zum Schauplatz einer skurril-komischen Entführung mit einem bühnenreifen Happy-End.
Als Österreicher hat man nicht viel zu lachen. Dieser Film lässt die Mundwinkel trotzdem oder gerade deswegen gen Himmel wandern. Kurz und knapp: Äußerst gelungen!
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Tags:Andreas Kiendl, Andreas Prochaska, Elfriede Ott, Entführung, Filmkritik, Kino, MIchael Ostrowski, Review




Habe mir den Film schon angesehen. Bin ein riesiger Michael Ostrowski Fan und finde seine Filme aller Contact High wirklich sehenswert! Kann ich nur jedem empfehlen!!
Finde den Michael auch super
Meiner Meinung nach ist der jetzige Film der Beste von ihm. Obwohl man das natürlich sehr schwer sagen kann!!
Mich wundert es ja dass die Frau Ott bei dem Film mitspielt
Hätte ich ihr nicht zugetraut. Respekt meine Liebe!! Sie spielen das einfach toll!!
Ich liebe diesen Film, das er in steirisch ist, das er in Graz spielt, die Darsteller,…da passt einfach alles….echt super Film!