Film-Review: “The Social Network”
„Du bist kein Arschloch. Aber du bemühst dich sehr, eines zu sein.“ Mark Zuckerberg wird ob diesem und ähnlichen Zitaten wohl keine freudigen Luftsprünge gemacht haben. Dargestellt als sozialer Außenseiter, der isoliert vom gesellschaftlichen Leben vor sich hin programmiert, ist er in „The Social Network“ zwar Hauptcharakter, aber keineswegs ein Held. „The Social Network“ zeigt die Entwicklung von Zuckerberg’s sozialen Netzwerks „Facebook“, verzichtet dabei auf Huldigungen des Erfinders und bastelt um ein paar Bits und Bytes eine spannende Story.
Jede Idee fängt klein an. In diesem Fall am Campus von Harvard, wo der stets Badeschlapfen tragende, asoziale Computer-Nerd Mark Zuckerberg (überzeugend: Jesse Eisenberg) zu seinem Siegeszug rund um den Globus ansetzt. Cameron und Tyler Winklevoss (beide gespielt von Armie Hammer) bitten den jungen Programmierer nach mehreren kleinen Projekten um die Erstellung einer neuartigen Datingplattform. Dieses Projekt finalisiert Zuckerberg aber nie, da er daraus die Inspiration für Facebook nimmt. Dass bei der Veröffentlichung von Facebook somit schon die ersten Feinde im Türrahmen stehen, stört den jungen Programmierer kaum. Sein Geschäftspartner und einziger Freund Eduardo Severin (Andrew Garfield) begleitet mit Zuckerberg den Aufstieg ihrer Idee und tritt als Geschäftsführer des Unternehmens auf. Als dann Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timberlake) in Zuckerbergs Leben tritt, wirft dieser auch seinen besten Freund Eduardo aus dem Unternehmen. Schnell entwickelt sich Facebook zum weltweiten Erfolg. Getrübt wird dies durch die Klagen der Gebrüder Winklevoss und von Eduardo Severin, die sich ihre Anteile an Facebook sichern wollen und auf Schadensersatz pochen. Was bleibt, ist ein soziales Netzwerk am weltweiten Siegeszug, ein nerdiger Mark Zuckerberg, der für diese Idee seine Freunde aufgibt und das Gefühl, dass sich Menschlichkeit und wirtschaftlicher Erfolg nicht miteinander kombinieren lassen.
„The Social Network“ ist vieles, aber bestimmt kein „Heldenepos 2.0“. Mark Zuckerberg wird nicht gehuldigt und seine Fähigkeiten werden nicht gepriesen. Das tut dem Film gut, das tut dem Zuseher gut, das erfrischt. Alles in allem: Gelungener Film. Mathias Pascottini gefällt das.
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Tags:Andrew Grafield, Armie Hammer, Eduardo Severin, Facebook, Filmkritik, Jesse Eisenberg, Justin Timerlake, Kino, Mark Zuckerberg, Review, Social Network




Wirklich cooler Streifen, der auch Gehirnwindungsnachwirkungen hat! I LIKE TOO!
Ein ziemlich guter Review auf einen wirklich guten Film. Faszinierend auch, dass man aus einer eigentlich recht unspektakulären Story einen Film macht, der einem – trotz 2 Stunden Länge – nie langweilig vorkommt.