Film-Review: “Sammys Abenteuer”

05Nov10

Regie: Ben Stassen
Belgien, 2010

Das Leben einer Schildkröte ist nicht besonders spannend. Im Zeitraffer: Schlüpfen, schwimmen, schwimmen, schwimmen, sterben. Aber gib einer Schildkröte ein paar Animationsprofis, ein spannendes Drehbuch (Domonic Paris), eine solide Regie (Ben Stassen) und ganz viel 3D-Animation – und so schnell kannst du garnicht schauen, fertig ist der Kinderfilm-Kinohit.

„Sammys Abenteuer“ heißt der Film, der sich um das Leben eines 3D-Adventure-Filmschildkröterichs dreht. Wie er heißt? Naja, logisch: Sammy. Das erste actionreiche Highlight im noch jungen Schildkrötenleben: Die Möwen haben es gleich nach dem Schlüpfen auf Sammy und seine Freundin Shelly abgesehen, doch der freche Sammy weiß sich zu wehren und befreit sich und seine Freundin aus den Fängen der Meeresvögel. Dankesworte von Shelly gibt’s nicht, denn die Beiden werden von zwei verschieden Meeresströmungen auseinandergetrieben. Was nun beginnt, ist eine abenteuerliche Geschichte in den 7 Weltmeeren und die Suche nach nach der Liebe, der Freundschaft – kurz: die Suche nach Shelly. Gemeinsam mit Schildkröten-Kumpel Ray werden die unterschiedlichsten Gefahren überwunden und die Meere durchschwommen.

Wenn der Regisseur dann die Öko-Keule schwingt, wird’s für die Meeresbewohner ganz kritisch: Ob Verschmutzung des tierischen Lebensraumes mit Abfällen aller Art, Ölpest, Waljagd oder Fischfang – der Mensch macht dem Tier das Leben schwer und der Filmregisseur prangert an. Für den erwachsenen Zuseher etwas penetrant, für Kinderaugen gerade richtig, um im Bewusstsein verankert zu bleiben.

Trotz aller Gefahren müssen Kinder und deren Bademeister aber keine Angst haben, dass die Schildkröten zur Suppe verarbeitet werden – viel zu lieblich, detailreich und bunt wird die Unterwasserwelt dargestellt und deren Bewohner zu potentiellen Plüschtier-Kandidaten für den nächsten Kindergeburtstag gemacht.

Liebenswürdig sind auch die Stimmen der Hauptakteure, die im Deutschen von Matthias Schweighöfer (Schauspieler („Keinohrhasen“, „Friendship“) und Nichtschwimmer), Axel Stein („Knallharte Jungs“, „Mord ist mein Geschäft, Liebling“) und Lena Meyer-Landrut (Siegerin Eurovision Songcontest 2010) eingesprochen wurden.

Am Ende findet Sammy seine Shally, jedes Schwimmflügerl seinen Nichtschwimmer und der Kinobetreiber viele zufriedene Besucher. Flosse hoch für „Sammys Abenteuer“!



2 Antworten auf „Film-Review: “Sammys Abenteuer”“

  1. Man braucht oft nicht viel dazu um eine nette Story zu entwickeln. Tiere gehen einfach immer. Darüber kann man immer was schreiben oder verfilmen und ich bin ein Fan davon.


  1. 1 Tweets that mention Film-Review: “Sammys Abenteuer” « Teeren und Federn – Der Blog -- Topsy.com

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